Meine aufregende Reise nach San Cristobal

TEIL 1

Um zehn Uhr morgens bin ich los zu einem Taxi was mich nach Pueblo Nuevo Stadt bringen sollte. Bei meinem Reiseglück verpasste ich natürlich grad ein volles und nun saß ich in einem leeren Taxi. Die Taxen warten hier immer bis sie voll sind, das heißt fünf bis sechs Leute.
Nach 15 Minuten warten sagte ich ihm er solle einfach los fahren, ich zahle ihm den Preis den er normalerweise bekommen würde (weniger als drei Euro von daher, egal!)
Ich kam also fünf Minuten später in Pueblo Nuevo an, und bei meinem Glück ( wieder) war kein Taxi was zu dieser Umsteigestelle namens Tijaran oder Tijuan oder Tijeran oder so fährt. Ich also durch das halbe Dorf gedackelt mir meinem Koffer und kein plan wo ich hin sollte.
Ich hab mich durchgefragt, und bin schließlich an einem Stand der Tickets verkauft gelandet. Dort habe ich für 25 Pesos ein Ticket zu dieser Stadt mit “T” gekauft. Aber leider nicht wie erhofft mit einem Taxi, sonder mit einem Collectivo. Das sind mehr Personenbusse, vollbesetzt. Ich saß erst zum zweiten mal in so einem Bus. Das letzte mal mit Bella und Katharina, und dieses mal alleine!
Ich durfte vorne sitzen, in der Mitte. Das gibts in Deutschland garnicht, aber hier sitzen manchmal bis zu vier Menschen vorne, jeder Platz wird benutzt 🙂
Ich sitze also in dem Bus und ca. Nach einer Stunde ruft der Busfahrer neben mir irgendetwas unverständliches. Mein Spanisch ist mittlerweile ganz okay, ich kann mich verständigen. Nur das Genuschel von dem hab ich überhaupt nicht verstanden und hab die ganze Zeit überlegt was er hätte meinen können.
Dann kam ich auf die Idee, er könnte ja die Stadt mit “T” meinen und ich fragte einfach mal nach wo diese Stadt denn ist. Er guckte mich völlig entgeistert an und sagte da sind wir eben dran vorbei gefahren und ich dachte nur SCHEIßE !!!!!
Ich also voll die Panik Attacke, aber der liebe Mann neben mir meinte ist kein Problem, er zeigt mir wo Taxis in Bochil sind. Der Stadt wo ich dann gelandet bin ca. 20 Minuten später.

Was ein Abenteuer bis jetzt!!!
Aber er hat mich dort hin gebracht, und jetzt sitze ich in einem Taxi auf dem Weg nach San cristobal wo ich hoffentlich sicher ankomme! Neben mir sitzt eine indogene Frau, mit ihrem Baby. Ein kleines Goldstück!
Noch was lustiges, vorne sitzen drei Männer. Der Taxi Fahrer und zwei andere Fahrgäste, die sich lautstark auf einem Mischmasch aus Spanisch und indogenen Volkssprachen unterhalten. Ich muss mir das Grinsen echt verkneifen so lustig hört sich das an 😂

TEIL 2

Ich bin also in San Cristóbal angekommen. Dummerweise an einem komplett anderen Ort als den Taxistand den ich kenne. Als ob es nicht schon genug Probleme auf meiner Reise gegeben hätte!!
Ich habe also den Taxi Fahrer gefragt wo es zum Zentrum der Stadt geht, denn von dort aus kenne ich mich aus. Dummerweise wusste er nicht was ich meinte und sagte mir ich solle die Taxis dahinten befragen. Das Tat ich also und schleppte meinen Koffer und mich dort hin. Die wussten mir aber auch nicht zu helfen, und waren dabei sogar ziemlich unfreundlich. Also beschloss ich einfach auf gut Glück ( was eine ziemliche Herausforderung meines Glücks war bei meinem Reiseglück) “einfach mal gerade aus zu laufen”.
Irgendwann kam ich zu dem Markt den ich überqueren musste um zum Zentrum zu kommen und atmete auf! Puh! Nochmal gut gegangen!
Aber es sollte nicht so leicht sein, natürlich nicht 😂 ich nahm den falschen Ausgang (ich wusste garnicht das es mehrere gibt) und landete wieder in einer Straße die mir völlig unbekannt war.
Um mein Glück noch mehr herauszufordern ging ich wieder einfach gerade aus, mittlerweile betend das ich heute noch ankomme!
Ich landete schließlich in einem armen Viertel, und war umgeben von Holzhütten und Indogenen die mich neugierig betrachteten. Der festen Überzeugung das mein (nicht vorhandener) Orientierungssinn mich definitiv in die falsche Richtung geführt hatte drehte ich so schnell ich könnte um und ging den ganzen Weg zurück und diesmal in die andere Richtung.
Diese Entscheidung erwies sich als korrekt und ich kam an die Kathedrale die mir bekannt war. Von da aus war es nur noch ein Gedränge und Gerangel um endlich in die ruhigeren Straßen zu kommen und zu meinem Hostel zu laufen!
Als ich ankam war ich mit den Nerven am Ende, und völlig verschwitzt (mmmh lecker) aber sicher und glücklich endlich mein Zimmer zu haben!
Nach dem ich mich ein bisschen (viel) ausgeruht hatte und mit meinen Liebsten die gerade Urlaub auf Jamaika machen Kontakt aufgenommen hatte, um ihnen zu versichern das ich zwar fertig aber sicher angekommen bin machte ich mich frisch und sitze nun in einem schicken italienischen Restaurant, vor mir frisch gebackenes Brot und Lachs Carpaccio, auf das ich mich nun stürzen werde. Ich bin dezent ausgehungert!
Mehr folgt in den nächsten Tagen 😊👋

ADIOS AMIGOS

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